Volle Kostenkontrolle gibt es im Mobilfunkbereich nicht nur bei
Prepaidkarten,
sondern auch für Vertragskunden. Das gilt zumindest für drei der vier deutschen
Netzbetreiber.
o2 Germany hatte einen entsprechenden
Dienst zwar schon vor langer Zeit angekündigt, aber bislang nicht eingeführt.
Die Kosten zum Abruf der Gesprächsgebühren, die seit der letzten Rechnungsstellung
angefallen sind, unterscheiden sich jedoch - je nach Netzbetreiber - sehr stark.
T-Mobile

Bei T-Mobile ruft man zur Abfrage des Costchecks die Kurzwahl
2000 an. Hierfür zahlt man in den Tarifen ohne Inklusivminuten rund um die Uhr
29 Cent pro Minute. Für Kunden mit
Relax-Minutenpaketen oder
Complete-Tarifen für das Apple iPhone ist der Anruf
kostenlos. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Costcheck per SMS
abzufragen. Hierzu sendet man eine Kurzmitteilung ohne Inhalt an die Rufnummer 2000.
Das kostet 19 Cent. Wenige Minuten später kommt die Kostenaufstellung per
Kurzmitteilung. Hierfür werden nochmals 19 Cent fällig.
Vodafone

Auch bei Vodafone ist der Anruf beim QuickCheck, wie sich
der Service dort nennt, für Vertragskunden mit Inklusivminuten kostenfrei, ansonsten
kostet der Anruf 30 Cent pro Minute (bei Altverträgen können die Preise abweichen). Erreichbar ist der Dienst
unter der Rufnummer 22999. Nutzt man im Rahmen der QuickCheck-Plus-Option die Möglichkeit,
die Gesprächsdaten per SMS aufs Handy-Display zu bekommen, so kostet dies bei Vodafone
jeweils 86 oder 91 Cent - abhängig vom genutzten Tarif.
Vodafone bietet im Rahmen von QuickCheckPlus zudem die Möglichkeit,
sich bei jeder Erhöhung des aktuellen Rechnungsbetrages
um 15 Euro per Kurznachricht informieren zu lassen, hier
fallen ebenfalls jeweils 86 oder 91 Cent pro SMS an.
Zusätzlich bietet Vodafone auch über Internet den QuickCheck an. Vorteil: Hier ist
die Nutzung - von den Zugangskosten für den Internet-Zugang abgesehen - völlig kostenlos.
Zur Nutzung loggt man sich auf der Vodafone-Homepage
mit seiner Mobilfunknummer und seinem Internet-Passwort ins Kundenmenü ein und ruft dort
den QuickCheck auf.
E-Plus

E-Plus berechnet für die telefonische Abfrage unter der Nummer
1112 25 Cent pro Minute, abgerechnet im 6-Sekundentakt. Entscheidet man sich für
die Zustellung der Daten per SMS, so schlägt dies mit jeweils 20 Cent zu Buche.
Die SMS wird aber telefonisch unter der 1112 angefordert, so dass durch den Anruf
zusätzliche Kosten entstehen. E-Plus bietet seinen Cost-Control-Service allerdings
nicht mehr mit allen Tarifen an, so ist die Nutzung zum Beispiel mit
Time-&-More-All-in-Paketen nicht möglich.
Wie Vodafone bietet auch E-Plus via Internet die Möglichkeit, die Verbindungsdaten
abzurufen. Hierzu geht der Nutzer auf die E-Plus-Homepage
und loggt sich in die "Kundenbetreuung online" ein. Die Abfrage der Daten via Internet
ist kostenlos.
Wie teuer die telefonische Abfrage jeweils wird, kann bei allen Netzbetreibern
auch selbst beeinflusst werden: Beim ersten Anruf sollte sich der Nutzer zunächst mit dem Abfrage-System
vertraut machen, später braucht er dann die Systemansagen nicht mehr abzuwarten, sondern
kann gezielt per MFV (Mehrfrequenzwahl) die Daten seiner Wahl abfragen. So kann zum
Beispiel zwischen einer Kurzübersicht, in der nur die Kosten selbst enthalten sind, und
einer ausführlichen Übersicht (aufgeschlüsselt nach Sprach- und Datenverbindungen,
Gesprächen ins Festnetz und netzintern, International Roaming etc.) unterscheiden werden.